04.02.2008

Fastnachtspredigt 2008


Kommunionkinder-Lied: Gott hält die ganze Welt in seiner Hand

Gen 1,1.11.24.26a.27
1     Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
11
  Und Gott sprach: Die Erde lasse junges Grün sprossen:
       Kraut, das Samen trägt und Fruchtbäume, die Früchte
       tragen auf der Erde nach ihrer Art .... Und so geschah es.
24   Und Gott sprach: Die Erde bringe Lebewesen hervor nach
       ihren Arten: Vieh, Kriechtiere und Wildtiere ...
       Und so geschah es.
26a Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Bild,
       uns ähnlich.
27   Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes
       schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

Gott hält die ganze Welt in seiner Hand.
Das Motto ist uns allen gut  bekannt,
das Motto kennt bei uns hier jedes Kind,
seit wir auf'm Weg zum Weißen Sonntag sind.

Gott hat, wir hörten es, die ganze Welt gemacht.
Und er erschuf uns Menschen mit Bedacht
und schenkte uns sogar das Paradies.
Doch leider, leider, da geschah dann dies:
Die Menschen taten nicht, was Gott sie hieß,
und so verloren sie das Paradies.
Vorbei war also schnell das große Glück
und alles, was sie hatten, blieb zurück.
Ein Souvenir nur aus dem Paradies,
das war ein Rock, den Gott den Menschen ließ.

Gen 3,21.23a.24a
21   Und der HERR, Gott, machte dem Menschen und seiner Frau Röcke aus
       Fell und legte sie ihnen um.
23a So schickte ihn der HERR, Gott, aus dem Garten Eden fort.
24a Und er vertrieb den Menschen.

Doch Eva, der gefiel ihr Rock nicht sehr.
Sie sprach zu Adam: Bring' was Bess'res her.
Mit diesem Rock aus Fell, das ist ein Graus,
da lacht mich ja in Darmstadt jeder aus.
Wer mich so sieht, ist sicherlich ganz baff
und ruft: Die Eva, die sieht aus wie'n Aff'!
Ich, Eva, als die erste Frau von Welt,
ich brauch' ein neues Kleid von Lagerfeld!
Komm, zeig mir, Adam, was bin ich dir wert?
Und Adam blickte um sich, ganz verstört:
Ein neues Kleid mit Chic von Lagerfeld,
das kostet ganz bestimmt ein' Haufen Geld.
Und aus der Not entstand, wie man gleich sieht,
durch Adam dann das allererste Lied:

Chor: Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt?
         Wer hat so viel Pinke, Pinke, wer hat so viel Geld? (
2x)

Das Paradies war lang verlor'n,
und Jesus wurde uns gebor'n,
damit wir aus Verlorenheit
neu finden die Glückseligkeit.
Es fand einst eine Hochzeit statt.
Die Gäste waren nimmersatt
und tranken literweise Wein.
Und schließlich, wie konnt 's anders sein,
war auch die letzte Flasche leer.
Was dann geschah? Hört nur mal her!

Joh 2,1-3.7-10
1  Und am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die
    Mutter Jesu war dort
.
2  Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit geladen.
3  Und als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben
    keinen Wein mehr.
7  Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie
    füllten sie bis zum Rand.
8  Dann sagte er zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt dem Speisemeister davon.
    Und sie brachten es zu ihm.
9  Der Speisemeister kostete das Wasse, das zu Wein geworden war. Er 
    wusste
nicht, woher der Wein kam. Die Diener aber, die das Wasser
    geschöpft hatten, wussten es. Da rief der Speisemeister den Bräutigam.
10 ... und sagte zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und
     wenn die Gäste betrunken sind, den weniger guten. Du aber hast den
     guten Wein bis jetzt zurückbehalten.

Aus Wasser Wein? Das glaubt man kaum.
Für viele hier wär' das ein Traum.
Den Traum, den machte Jesus wahr,
das Wunder, das war wunderbar.
Und als dies Wunder einst geschah
in jener Stadt - sie hieß Kanaa -
da war - ich glaub', man denkt sich's fast -
auch schon ein Rheinländer zu Gast.
Aus Wasser Wein, welch' Euphorie!
das Wunder, das vergaß er nie.
Oft stand er vor dem Swimming Pool -
aus Wasser Wein - ja, das wär' cool.
Und mit dem Blick auf seinen Rhein,
da fiel ihm dieses Liedchen ein:

Chor: Wenn das Wasser vom Rhein gold'ner Wein wär',
         ja, dann möcht' ich so gern ein Fischlein sein.
         Ja, wie könnte ich dann trinken,
         könnte ganz im Glück versinken,
         dann wär' alle Tage Hochzeit und noch mehr.

Doch leider ist das Glück der Welt
halt etwas, das nicht ewig hält.
Die ewige Glückseligkeit
steht erst im Himmel uns bereit.
So ist und bleibt des Lebens Sinn:
Wir wollen alle mal da hin.
Jedoch - man ist nicht immer brav,
man ist auch mal ein schwarzes Schaf.
Ein Schaf, das sich auch mal verirrt -
was dann aus diesem Schaf wohl wird?

Joh 10,11. LK 15,4.5.7
Joh 10,11:   Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt setzt sein Leben ein für die

                   Schafe.
Lk 15,4.5.7: Wer von euch, der hundert Schafe hat und eines von Ihnen
                    verliert, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück
                    und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
                    Und wenn er es findet, nimmt er es voller Freude auf seine
                    Schultern.
                    Ich sage euch: So wird man sich auch im Himmel mehr freuen
                    über einen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig
                    Gerechte, die keiner Umkehr bedürfen.

Ja, wenn der Himmel sich so freut,
wenn jemand seine Schuld bereut,
ja, wenn ein Schaf, das sich verirrt,
zur Heimkehr so gefeiert wird,
dann wird der himmlische Verein
mit uns auch einverstanden sein.
Singt Gott zur Ehr' nach altem Brauch!
Der Himmel freut sich und wir auch.

Chor: Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel.
         Wenn wir nicht brav sind,
         ein schwarzes Schaf sind,
         dann sucht uns der gute Hirt,
         und jeder, der sich verirrt,
         bei ihm dann immer, immer wieder glücklich wird.

Der liebe Gott hat einst bei sich geschwor'n:
Die schöne Welt, die geht mir nicht verlor'n.
Und ist die Welt auch außer Rand und Band,
Gott hält die ganze Welt in seiner Hand.

Kommunionkinder-Lied: Gott hält die ganze Welt in seiner Hand


Pfarrer Harald Seredzun

 

 

 

 

 

 


 



 

Kath. Kirchengemeinde St. Jakobus