Herzliche Einladung zur Taufe

Gott schenkt das Leben. Gott liebt die Menschen. Gott liebt besonders die Kinder. Nach christlicher Tradition feiern wir das Geschenk des Lebens in der Taufe.

In der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus in Darmstadt-Kranichstein wird die Taufe in einem eigenen Gottesdienst für die jeweilige Familie gefeiert. Es gibt keine vorgegebenen Termine. Die Termine werden zwischen der Familie und dem Pfarrer jeweils vereinbart. Auf Wunsch ist auch die Taufe im Sonntagsgottesdienst der Gemeinde möglich. Bitte rufen Sie uns an: Telefon (06151) 74183. Sprechen Sie bitte gegebenenfalls auf den Anrufbeantworter, wir rufen schnell zurück. Oder schicken Sie uns eine Mail: st-jakobus@oegz.de

Der Ritus der Tauffeier findet immer wieder viel Anklang bei den Mitfeiernden. Gern machen wir Ihnen einen Vorschlag zur Gestaltung der Tauffeier. Gern dürfen Sie in Absprache mit uns die Tauffeier auch selbst gestalten. Sie können natürlich alles, was Sie im Zusammenhang mit der Taufe interessiert, mit uns besprechen.

Eltern wollen für ihre Kinder das Beste. Und alle Kinder sollen auch das Beste bekommen. Vergessen Sie nicht das Allerbeste! Das Allerbeste kann Gott ihrem Kind geben.

Durch die Taufe empfängt das Kind eine besondere Gnade. Im Bild gesprochen: Durch die Taufe wird dem Kind ein Leben eingepflanzt, das nie mehr enden wird. Durch die Taufe wird das Kind in einzigartiger Weise mit Jesus Christus verbunden. Durch die Taufe wird das Kind in die Gemeinschaft der Gläubigen, in die Kirche aufgenommen.

Wir leben in einer Zeit, in der die christliche Tradition unsere Gesellschaft bei weitem nicht mehr so prägt wie früher. Es gibt viele Menschen, die ihr Leben nach anderen Maßstäben ausrichten. Manchmal spielt die Religion dabei keine Rolle mehr. Es gibt auch viele Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis kommen und dementsprechend nach ihrer eigenen religiösen Überzeugung leben. Unsere Gesellschaft ist immer mehr von Vielfalt geprägt. Das entspricht unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Wir meinen aber, es wäre sicher ein Verlust, wenn die christliche Tradition immer mehr an Bedeutung für unser Leben und für die Gestaltung unserer Gesellschaft verlieren würde. Die Taufe ist auch ein Bekenntnis in unsere Gesellschaft hinein. Wir möchten Sie zu diesem Bekenntnis ermutigen.

Beispiele für Lieder zur Taufe

Das bekannte Kinderlied "Weißt du wieviel Sternlein stehen" hat hier zwei extra für die Taufe gedichtete Strophen:

Weißt du wieviel Sternlein stehen
an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du wieviel Wolken gehen
weithin über alle Welt?
Gott der Herr hat sie gezählet,
dass ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl,
an der ganzen großen Zahl.

Weißt du wieviel Menschen denken
gern an dich an diesem Tag?
Alle woll'n die Freude schenken
wie ein jeder es vermag.
Du stehst nun in Gottes Gnade.
Er schützt deine Lebenspfade.
Er bleibt immer dir ganz nah',
er bleibt immer dir ganz nah'.

Weißt du wieviel Englein singen
heut' für dich im Himmelschor?
Alle woll'n dir Segen bringen,
flüstern in dein kleines Ohr.
Fröhlichkeit sei dir beschieden
und im Herzen immer Frieden.
Gott ist immer dir ganz nah',
Gott ist immer dir ganz nah'.

T: 1. Str. Wilhelm Hey 1837, 2. und 3. Str. Harald Seredzun 2011, M: Volkslied um 1818

Die 3. Strophe kann eventuell noch dem Namen des Täuflings angepasst werden, wie nachfolgende zwei Beispiele zeigen:

Weißt du wieviel Englein singen
heut' für dich im Himmelschor?
Alle wollen Segen bringen
dir zum Tauftag, Theodor.

oder:

Weißt du wieviel Englein singen
gern für dich, und weißt du dass
sie viel Glück und Segen bringen
dir zum Tauftag, Nicolas?

 

Danke für uns're(n) kleine(n) N. (Name des Täuflings)
danke, dass du, Herr, sie (ihn) beschützt.
Danke für alles Frohe, Helle, alles, was ihr (ihm) nützt.

Danke für jedes Lärmen, Toben,
danke für jeden frischen Schrei.
Danke für jedes helle Lachen, da ist Gott dabei.

Danke, auch wenn es manchmal Müh' macht,
danke, auch wenn der Schlaf gestört.
Danke, dass sie (er) für alle Zeiten jetzt zu uns gehört.

Danke im Kreise aller Kinder,
danke, dass wir zusammen sind.
Danke, wir danken mit den Eltern für ihr kleines Kind.

Danke, mein Gott, für deine Nähe,
danke für jedes gute Wort.
Danke, dass deine Hand uns leiten will an jedem Ort.

Danke für das Geschenk der Taufe,
danke, dass du jetzt bei uns bist.
Danke, dass du uns alle segnest und uns nie vergisst.

T: Verfasser unbekannt, Bearbeitung: Harald Seredzun, M: Martin Schneider 1961

 

Kind, du bist uns anvertraut. Wozu werden wir dich bringen?
Wenn du deine Wege geh'st, wessen Lieder wirst du singen?
Welche Worte wirst du sagen
und an welches Ziel dich wagen?

Dieses Kind ist noch zu klein. Weiß noch nichts von Gottes Güte.
Dennoch: Unser Kind ist sein, und wir bitten: Gott behüte
unser Kind auf allen Wegen,
schließ' es ein in deinen Segen!

Freunde wollen wir dir sein, sollst des Friedens Brücken bauen.
Denke nicht, du stehst allein; kannst der Macht der Liebe trauen.
Taufen dich in Jesu Namen.
Er ist uns're Hoffnung. Amen.

T: 1. und 3. Str. Friedrich Karl Barth, Gerhard Krenz, Peter Horst 1973, 2. Str. Verfasser unbekannt, M: Johann Rudolf Ahle 1664, Wolfgang Karl Briegel 1687

 

Beispiele für Gebetstexte zur Taufe

Wir wünschen dir, dass du Liebe empfangen und schenken kannst.
Wir wünschen dir Menschen, die dir Geborgenheit schenken,
die dich annehmen und wertschätzen wie du bist.
Wir wünschen dir, dass du deine Mitmenschen achtest und für die Menschen da
bist, die dich brauchen.
Wir wünschen dir Freude an vielen Tagen deines Lebens,
dass du nicht das Dunkle und Traurige siehst, sondern viel mehr das Licht
und dass du Licht in die Welt trägst und das Leben als ein Geschenk Gottes
empfinden darfst.
Wir wünschen dir Freude an der Schöpfung Gottes.
Wir wünschen dir Menschen, die dir Vertrauen schenken und denen du
Vertrauen schenken kannst.
Wir wünschen dir, dass du in Ängsten und Sorgen nicht allein gelassen wirst,
sondern dass immer jemand für dich da ist.
Wir wünschen N. (Name des Täuflings), dass sie (er) leben kann im Vertrauen auf Gott und das Gute im Menschen.

Verfasser unbekannt

 

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu weisen.
Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir, um dich zu stützen, zu stärken und dich zu bewahren.
Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst.
Der Herr sei in dir, um dich zu trösten.
Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen.
Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

(nach einem altchristlichen Segensgebet)

 

Kleiner Mensch, du großes Wunder.
Wir wissen vieles von dir,
aber du bleibst ein Geheimnis.
Kein anderes Kind ist genauso wie du.
Dich gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt.

Kleiner Mensch, du großes Geschenk.
Du gehörst zu uns, aber du gehörst uns nicht.
Aber dir gehört unsere ganze Liebe.

Kleiner Mensch, du große Hoffnung.
Du gehörst der heiligen Schöpferin Liebe,
auch wenn du es noch nicht weißt.

Kleiner Mensch, wir erbitten für dich
Mut und Geduld, Vertrauen und Kraft,
Güte und Weisheit,
damit du dich annimmst,
damit du Freude und Segen empfängst,
damit du die zarte und mächtige
Stimme der Liebe hörst.
Wir hoffen, dass du das Klima des Evangeliums findest.
Wir möchten, dass du getauft wirst.
Wir möchten nicht, dass du mit allen Wassern gewaschen wirst.
In dieser Hoffnung, in diesem Glauben
tragen wir dich in die Kirche,
tragen wir dich zum Wasser des ewigen Lebens. Amen.

(nach W. Willms)

 

Gott,
Du hast N. (Name des Täuflings) kleine Hände gegeben.
Wir wollen sie mit guten Dingen füllen.
Dingen zum Spielen, zum Fühlen, zum Bearbeiten.
Du hast N. kleine Füße gegeben.
Wir wollen mit ihm alle Wege gehen, bergauf, bergab.
Wege der Versöhnung, Wege zu Freunden, Wege zum Frieden.
Du hast N. große Augen gegeben.
Wir wollen alles tun, damit er Gutes zu sehen bekommt.
Du hast N. einen Mund gegeben.
Wir wollen uns bemühen, dass er das Gute  des Brotes schmeckt,
das Schöne der Worte, das Heitere der Liebe.
Du hast N. einen Verstand gegeben.
Wir wollen uns anstrengen, ihn auszubilden, Neues zu entwerfen, gerecht zu
sein.
Du hast N. ein Herz gegeben.
Wir wollen ihn anleiten, es für andere zu öffnen, Gefühle zuzulassen, mutig
durch das Leben zu schreiten und es stets am rechten Fleck zu tragen.

 

Beispiele für Taufsprüche

Er hat seinen Engeln befohlen, dich zu behüten auf all deinen Wegen (Ps 91,11)

Ich bin bei euch alle Tage (Mt 28,20)

Du sollst ein Segen sein (Gen 12,2)

Die Liebe hört niemals auf (1Kor 13,8)

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unseren Herzen (Röm 5,5)

Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn (Ps 40,5)

Der Friede Christi regiere in eueren Herzen (Kol 3,15)

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude (Ps 34,6)

 

 

 

 

 



 

Kath. Kirchengemeinde St. Jakobus